
Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft stellt IWT Pharma Silvia Imbriaco, Product Manager Barrier Technologies, vor.
Mit einem Hintergrund in Energie- und Kerntechnik ist sie maßgeblich an der Entwicklung und Positionierung von Isolations- und Dekontaminationssystemen für GMP- und ATMP-Anwendungen beteiligt. Sie unterstützt Produktstrategie, Marktanalyse sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen technischen, wissenschaftlichen und kommerziellen Teams.
Im Interview spricht sie über ihren beruflichen Werdegang, die Wirksamkeit von Barrieretechnologien in regulierten Umgebungen und ihre Erfahrung in einem stark ingenieurgetriebenen Umfeld. Ein Einblick in das Zusammenspiel von Ingenieurwesen, pharmazeutischer Herstellung und regulatorischer Compliance.
Können Sie uns kurz Ihren beruflichen Hintergrund schildern?
Ich bin Energie- und Kerntechnikingenieurin. Ursprünglich entschied ich mich aus Interesse an Nachhaltigkeit für diesen Weg. Während meines Studiums entdeckte ich die Nuklearmedizin – ein für mich neues Fachgebiet. Diese Verbindung von Medizin und Technik führte mich zu meiner Abschlussarbeit am Sant’Orsola-Krankenhaus in Bologna, wo ich erstmals praktisch mit Isolator-Technologie arbeitete. Seitdem fasziniert mich die Welt der Barrieresysteme.
Was ist der Kernwert Ihrer Rolle in GMP- und ATMP-Projekten?
Ich begleite sämtliche Projektphasen im Bereich Barrieretechnologien. Dazu gehören produktbezogene Marktanalysen, die Unterstützung von Endanwendern bei der Einführung von Isolationssystemen sowie die enge Zusammenarbeit mit Technik-, Wissenschafts- und Vertriebsteams, um für jede Anwendung die optimale Lösung zu definieren.
Was macht eine Isolations- oder Dekontaminationslösung in regulierten GMP- und ATMP-Umgebungen besonders effektiv?
Im Vergleich zu klassischen Reinräumen reduzieren Isolationssysteme den ökologischen Fußabdruck erheblich, da Prozesse in kontrollierten Volumina stattfinden. Dies senkt den Energieverbrauch, reduziert Flächenbedarf und minimiert Verbrauchsmaterialien. Automatisierung und Verriegelungssysteme verringern menschliche Fehler und erhöhen Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Prozesszuverlässigkeit.
Was bedeutet es für Sie, als Frau in einem technischen Umfeld zu arbeiten?
Es bedeutet, sich täglich sowohl technologischen Herausforderungen als auch bestehenden Vorurteilen zu stellen. Häufig entsteht zunächst eine Bewertung meiner fachlichen Autorität. Dennoch sehe ich eine positive Entwicklung – nicht zuletzt durch die steigende Präsenz von Frauen in MINT-Berufen.
Wie fördert IWT Pharma Zusammenarbeit und Fachkompetenz?
Ich hatte von Beginn an die Freiheit, meine Rolle weiterzuentwickeln. Offener Austausch und Wissensweitergabe sind zentrale Bestandteile der Unternehmenskultur.
Ihr Rat an junge Ingenieurinnen und Ingenieure?
Lassen Sie sich von der anfänglichen Komplexität nicht abschrecken. GMP-, ATMP- und Barrieretechnologien sind anspruchsvoll, aber äußerst spannend und lohnend.